Am 16. Oktober war Welttag der Ernährung. Wie kann man die Ernährung von Kindern sichern? Die Erde könnte heute 12 Milliarden Menschen ernähren. Nur haben nicht alle Menschen das Geld, um sich ausreichend Nahrung zu kaufen. Der Kapitalismus ist nicht in der Lage, um alle Menschen ausreichend zu ernähren. Ich denke, es ist auch gar nicht gewollt. Es würde nur zehn Prozent der jährlichen Rüstungsausgaben der Welt pro Jahr über 15 Jahre kosten, um den Hunger zu besiegen. Man weiß auch, wie man es machen muss. Aber das Geld wird nicht bereit gestellt. Das ist ein Verbrechen. Vielleicht werden die verantwortlichen Politiker ja mal zur Verantwortung gezogen. Zu wünschen wäre es. Aber es findet sich kein Ankläger vor dem Internationalen Strafgerichtshof. Statt etwas gegen den Hunger zu tun, wird weiter aufgerüstet. Deutschland, die USA und andere reiche Nationen haben auch ihre Hilfe für wohltätige UN-Organisationen eingeschränkt. Statt dessen geben sie das Geld für die Aufrüstung aus. Private Spenden reichen nicht aus, um den Kampf gegen den Hunger zu finanzieren. Auch der reichste Mensch der Welt Elon Musk hat nicht genug Geld dafür. 645 Millionen Menschen hungern laut Welthungerhilfe weltweit. Die Zahl hat etwas abgenommen in den letzten Jahren. Aber von Zero Hunger, wie es die Sustainable Development Goals der UN anstreben, ist das noch weit entfernt. Ernährungssouveränität geht weiter als Ernährungssicherheit und pocht auf das Recht, die eigene Ernährungssysteme zu definieren und kleinbäuerliche Erzeugung, soziale Gerechtigkeit, kulturelle Identität und ökologische Nachhaltigkeit zu praktizieren. La Via Campesina ist eine Organisation von Kleinbauern weltweit, die sich für Ernährungssouveränität einsetzt. Wir brauchen endlich Politiker, die ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für Zero Hunger einsetzen.